Daily Archives: April 6, 2011

NDR sucht Zeitzeugen für historischen Dokumentarfilm

NDR sucht Zeitzeugen für historischen Dokumentarfilm

Hamburg. 6. April 2011. (js /red). Wer war im September 1974 an Bord der “Gösta Berling”? Der NDR sucht gemeinsam mit der Produktionsfirma herzfeld productions Zeitzeugen für die historische Dokumentation einer DDR-Flucht über die Ostsee, die sich in der Nacht vom 21./22. September 1974 ereignete. “Über das Meer in die Freiheit”, ein Dokumentarfilm mit Spielszenen in der Regie von Arend Agthe, entsteht in Hamburg, Schleswig-Holstein und an Originalschauplätzen bei Boltenhagen an der mecklenburgischen Ostseeküste.

Der Film erzählt die spannende und bewegende DDR-Fluchtgeschichte von Erhard Schelter. Schelter überquerte zusammen mit einem zweiten Schwimmer in der Nacht vom 21. auf den 22. September 1974 von Boltenhagen aus heimlich die DDR-Grenze und schwamm in den Westen. Die Rettung der beiden Schwimmer am Morgen des 22. September war ebenso abenteuerlich wie glücklich, denn ein NVA-Grenzboot hatte die Flüchtenden schon an einer Tonne weit draußen in der offenen See aufgespürt, als die “Gösta Berling”, ein Fährschiff der TT Line, die beiden entdeckte. Mit einem waghalsigen Rettungsmanöver brachte der Kapitän der “Gösta Berling” die beiden Flüchtlinge an Bord.

Der NDR realisiert den Film als Kino-Koproduktion in Zusammenarbeit mit herzfeld productions (Produzenten: Werner C. Barg und Alexander von Hohenthal). Redaktion im NDR hat Dirk Neuhoff. Die Produktion des Films wird mit Mitteln der Filmförderung Hamburg Schleswig-Holstein GmbH, der NDR Filmförderung in Mecklenburg-Vorpommern und der Kulturellen Filmförderung Mecklenburg-Vorpommern unterstützt.

Die “Gösta Berling” befand sich auf einer Ostseekreuzfahrt der TT Line und kam aus Danzig. Wer war an Bord des Schiffes und erinnert sich an dieses Ereignis? Wer kann sonst über die Rettung berichten? Wer hat Fotos oder sogar Filmmaterial über die Rettungsaktion? Zeitzeugen, die bereit sind, über die Rettung vor der Kamera zu berichten, können sich melden bei Werner C. Barg, herzfeld productions, Rückertstr. 5, 10627 Berlin, Tel: 030-32770683, werner.barg@herzfeld-productions.de.

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Woidke: Kommunale Netze gegen die ‘Wölfe im Schafspelz’ immer enger stricken

Extremismusbekämpfung

Woidke: Kommunale Netze gegen die ‘Wölfe im Schafspelz’ immer enger stricken

Innenminister eröffnet Fachtagung – Forschung und Praxis kooperieren

Potsdam. 6. April 2011 (red). Innenminister Dietmar Woidke hat in Bezug auf veränderte Strategien des Rechtsextremismus zu “breiter sensibler Wachsamkeit” aufgerufen. Zur Eröffnung der Fachtagung ‘Extremismus im Wandel’ verwies er heute in Potsdam auf zunehmende Versuche von Extremisten, sich in der Kommunalpolitik zu etablieren und mit vorgespielter Bürgernähe Einfluss zu gewinnen. “Auch wenn sie eine Schlappe nach der anderen beziehen, die Rechtsextremisten wollen in Brandenburg mit der NPD weiterhin in den Landtag und in die Kommunalparlamente”, warnte Woidke auf der eintägigen Veranstaltung des Instituts für angewandte Familien-, Kindheits- und Jugendforschung e.V. (IFK) an der Universität Potsdam.

Der Innenminister erinnerte an den gefährlichen Trend der Nazifizierung im Lager der Rechtsextremisten. Vor allem die NPD suche immer stärker die Zusammenarbeit mit den Neonazis, deren Zahl im Land mit rund 380 den bisher höchsten Stand erreicht hat. Hier sei vor Ort eine offensive und selbstbewusste Auseinandersetzung gefragt, die viele Akteure brauche. “Wir müssen gemeinsam die kommunalen Netze gegen die ‘Wölfe im Schafspelz’ immer enger stricken”, so Woidke zu den rund 150 Teilnehmern aus Kommunalpolitik, Verwaltung, Vereinen, Verbänden, Wissenschaft und Sicherheitsbehörden.

Es sei ein gutes Signal, dass sich in Brandenburg die Wissenschaft in die Phalanx der wehrhaften Demokratie einreihe und mit der kommunalen Praxis kooperiere. Einen wichtigen Beitrag hierzu leistet laut Woidke das Potsdamer Forschungsinstitut mit seinen Untersuchungen zur ‘Entwicklung kommunaler Strategien gegen den Extremismus’ (EKSE). Das Forschungsprojekt des IFK wird vom Innenministerium gefördert. Dabei geht es unter anderem um die Früherkennung von Polarisierungs- und Radikalisierungsprozessen sowie eine erfolgreiche kommunale Auseinandersetzung mit dem Rechtsextremismus. Bei der heutigen Fachtagung werden bisherige Projektergebnisse der Sozialwissenschaftler und Praxiserfahrungen aus verschiedenen Kommunen vorgestellt. Vertreter der Sicherheitsbehörden informieren zur aktuellen Situation des Rechtsextremismus im Land.

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Woidke: Kommunale Netze gegen die ‘Wölfe im Schafspelz’ immer enger stricken

Extremismusbekämpfung

Woidke: Kommunale Netze gegen die ‘Wölfe im Schafspelz’ immer enger stricken

Innenminister eröffnet Fachtagung – Forschung und Praxis kooperieren

Potsdam. 6. April 2011 (red). Innenminister Dietmar Woidke hat in Bezug auf veränderte Strategien des Rechtsextremismus zu “breiter sensibler Wachsamkeit” aufgerufen. Zur Eröffnung der Fachtagung ‘Extremismus im Wandel’ verwies er heute in Potsdam auf zunehmende Versuche von Extremisten, sich in der Kommunalpolitik zu etablieren und mit vorgespielter Bürgernähe Einfluss zu gewinnen. “Auch wenn sie eine Schlappe nach der anderen beziehen, die Rechtsextremisten wollen in Brandenburg mit der NPD weiterhin in den Landtag und in die Kommunalparlamente”, warnte Woidke auf der eintägigen Veranstaltung des Instituts für angewandte Familien-, Kindheits- und Jugendforschung e.V. (IFK) an der Universität Potsdam.

Der Innenminister erinnerte an den gefährlichen Trend der Nazifizierung im Lager der Rechtsextremisten. Vor allem die NPD suche immer stärker die Zusammenarbeit mit den Neonazis, deren Zahl im Land mit rund 380 den bisher höchsten Stand erreicht hat. Hier sei vor Ort eine offensive und selbstbewusste Auseinandersetzung gefragt, die viele Akteure brauche. “Wir müssen gemeinsam die kommunalen Netze gegen die ‘Wölfe im Schafspelz’ immer enger stricken”, so Woidke zu den rund 150 Teilnehmern aus Kommunalpolitik, Verwaltung, Vereinen, Verbänden, Wissenschaft und Sicherheitsbehörden.

Es sei ein gutes Signal, dass sich in Brandenburg die Wissenschaft in die Phalanx der wehrhaften Demokratie einreihe und mit der kommunalen Praxis kooperiere. Einen wichtigen Beitrag hierzu leistet laut Woidke das Potsdamer Forschungsinstitut mit seinen Untersuchungen zur ‘Entwicklung kommunaler Strategien gegen den Extremismus’ (EKSE). Das Forschungsprojekt des IFK wird vom Innenministerium gefördert. Dabei geht es unter anderem um die Früherkennung von Polarisierungs- und Radikalisierungsprozessen sowie eine erfolgreiche kommunale Auseinandersetzung mit dem Rechtsextremismus. Bei der heutigen Fachtagung werden bisherige Projektergebnisse der Sozialwissenschaftler und Praxiserfahrungen aus verschiedenen Kommunen vorgestellt. Vertreter der Sicherheitsbehörden informieren zur aktuellen Situation des Rechtsextremismus im Land.

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ver.di fordert Fortführung der schlott gruppe in der Insolvenz

ver.di fordert Fortführung der schlott gruppe in der Insolvenz

Berlin. 6. April 2011. (red). Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) wendet sich gegen eine Zerschlagung der schlott gruppe mit ihren rund 2.000 Beschäftigten. Anlässlich der Gläubigerausschusssitzung im Insolvenzverfahren der schlott gruppe AG am gestrigen Dienstag fordert ver.di Insolvenzverwalter Siegfried Beck auf, alles dafür zu unternehmen, dass die Betriebe in der Insolvenz fortgeführt werden können. “Fortführung und Erhalt der Arbeitsplätze statt Zerschlagung und kurzfristige Verkaufserlöse müssen das Gebot der Stunde sein”, betonte der stellvertretende ver.di-Vorsitzende Frank Werneke.

ver.di hatte für diesen Fall zusammen mit dem Insolvenzverwalter bereits vor Eröffnung des Verfahrens befristete tarifliche Regelungen vereinbart, die einen wirtschaftlichen Weiterbetrieb der schlott gruppe ermöglichen. Die Beschäftigten im Tiefdruck verzichten für den Zeitraum der Fortführung in der Insolvenz auf die tarifliche Jahresleistung und das zusätzliche Urlaubsgeld.

Die schlott gruppe AG hatte am 18. Januar 2011 mit allen Betrieben Insolvenz beantragt. Bis zur Insolvenzeröffnung am 1. April wurde nach Investoren gesucht. Mit der Eröffnung des Verfahrens sollten Interessenten sogenannte substantiierte Kaufangebote abgeben.

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